Ottenser Kirchhof

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Besucheradresse: Bernadottestraße 32, 22763 Hamburg

Aufgrund der Klopstock-Grabmäler fand der Ottenser Kirchhof bereits im 19. Jahrhundert Eingang in die Reiseliteratur als Hamburger Sehenswürdigkeit

Die Ottenser Christianskirche wird von vielen Menschen auch »Klopstock-Kirche« genannt: Seitenblick auf den im Jahr 1838 fertiggestellten Kirchenbau mit Kirchhof

Geschichte des Friedhofs

Die barocke Christianskirche wurde 1735 bis 1738 erbaut und nach dem dänischen König

Christian IV. benannt. Ottensen gehörte damals zur dänisch regierten Herrschaft Pinneberg.

Im Turm der Christianskirche bilden 42 Glocken das älteste Carillon (handgespieltes Glockenspiel) Deutschlands. Es wurde zur 200-Jahr- Feier 1938 eingeweiht. Damit sich ein Glockenspiel Carillon nennen darf, muss folgendes erfüllt sein: es muss (1.) aus 23 oder mehr Bronzeglocken bestehen, (2.) fest montiert sein und muss zudem (3.) von einem Spieltisch aus von Hand spielbar sein.

Der Kirchhof wurde bereits 1537 angelegt und (vermutlich auch) für Bestattungen genutzt. Die letzte Beisetzung fand im Jahr 1929 statt.

Das schmiedeeiserne Eingangstor zum Ottenser Kirchhof, Hamburg:

»Dieser Friedhof, auf dem der Dichter Klopstock, seine Familie und für die Geschichte Altonas bedeutende Persönlichkeiten ruhen, ist Eigentum der Christianskirchengemeinde Hamburg Ottensen. Er steht unter Denkmals- u. Landschaftsschutz.«

Eingezäumte Anlage mit den drei Klopstock-Grabmälern (von rechts nach links):

  • Grabmal des Dichters Friedrich Gottlieb Klopstock (1724-1803)
  • Grabmal seiner ersten Frau Meta Klopstock (1728-1758), gestorben im Kindbett: »Aus diesem Grabe wollen wir miteinander aufstehen, du mein Klopstock und ich und unser Sohn, den ich nicht gebären konnte (…).«
  • Grabzeichen seiner zweiten Gattin Johanna Elisabeth Klopstock (1747-1821): »Seine geliebte Gefährtin und Trösterin auf dem letzten Lebenswege (…).«

Friedrich Gottlieb Klopstock (1724-1803): die Sandsteinstele mit Relief stammt aus dem Jahre 1804

Sein Grabmal unter Linden wurde alsbald von Heinrich Heine und Friedrich Rückert in die deutschsprachige Literatur aufgenommen.