Ehrengräber Gruppe 14A

Dieser Beitrag könnte Sie
möglicherweise ebenfalls interessieren :

Der Friedhof Grinzing in Wien

Der Friedhof Grinzing in Wien

Dr. Albert Wiesinger (1830-1896)

Priester, Chefredakteur und Herausgeber katholischer Broschüren, Journalist

Ludwig Anzengruber (1839-1889): Dramatiker, Erzähler

Bereits in der Realschule war A. eine ausgesprochene »Leseratte«. Ab 1856 begann er eine Lehre als Buchhändler, versuchte sich als Kupferstecher und trat gelegentlich als Laienschauspieler auf.

1859 ging er auf siebenjährige Wanderschaft als Berufsschauspieler mit unzähligen Auftritten auf kleinen Vorortbühnen des österreichischen Kaiserstaates. Gleichzeitig begann seine schriftstellerische Tätigkeit als Dramatiker und Erzähler: sein Ruhm beruht vor allem auf seinen beiden großen Romanen.

Professor Theophil Eduard von Hansen, Freiherr (1813-1981): Architekt

Ausbildung zum Architekten an der Bauakademie in Kopenhagen. 1838 ermöglichte es ihm ein Reisestipendium, die Werke Friedrich Schinkels in Berlin zu studieren. Weiterreise über Dresden, Prag, München, Verona, Venedig nach Athen, wo sein Bruder bereits beruflich Fuß gefasst hatte.

In Athen blieb er 8 Jahre: H. beschäftigte sich eingehend mit der griechisch- byzantinischen Kunst, die für seine künstlerische Entwicklung prägend sein wird. Ab 1842 entstanden in Athen seine ersten selbständigen Bauten.

1846 folgte er einem Angebot Ludwig Försters, in dessen Wiener Atelier einzutreten. Sein erster selbständiger Bau, das »Waffenmuseum im Arsenal« (1850-1856), machte ihn sofort berühmt. Weitere Hauptwerke folgen: das Parlament (1873-1883), das Haus der Gesellschaft der Musikfreunde (1867-1869), die Börse (1874-1877, verbrannt).

Camillo Sitte (1843-1903): Architekt, Stadtplaner

Erste Unterweisungen in allen Bereichen des Bauens erhielt S. im väterlichen Architekturbüro. 1863-1869 belegte er als (Gast-) Hörer verschiedene natur- und geisteswissenschaftliche Fächer an der Universität. 1883 übernahm S. in Wien die Leitung der neugegründeten Staatsgewerbeschule.

Er publizierte eine Vielzahl von Aufsätzen über städtebauliche und baukünstlerische Themen sowie über neuere Tendenzen in den bildenden Künsten. Die Lebensverhältnisse in seiner Heimatstadt veränderten sich stetig: Wien wandelte sich um 1890 zur Industrie- und Weltmetropole.

S. entwarf Kirchen und andere Großbauten sowie ganze

Bebauungspläne für Städte.

Eduard Ritter von Uhl (1813-1892)

Kommunalpolitiker, Bürgermeister von Wien (1882-1889)

Professor Dr. Eduard Herbst (1820-1892): Politiker, Justizminister

H. studierte an der rechtswissenschaftlichen Fakultät in Wien (doctor iuris 1843) und entschied sich nach kurzem Staatsdienst für die akademische Laufbahn. 1847 wurde er Professor für Strafrecht in Lemberg und 1858 in Prag.

Ab 1862 vertrat er als Berufspolitiker die deutsch-böhmisch nationalen Interessen im böhmischen Landtag. Erst mit dem Ende der deutschliberalen Vorherrschaft in Österreich, begann 1879 sein politischer Abstieg.

Peter Fendi (1796-1842): Maler

Nach seinem Studium an der Wiener Zeichnungsakademie, wurde F. 1812 an das kaiserlich- und königliche Münz- und Antikenkabinett berufen.

Kaiser Franz ernannte ihn 1818 zum »Zeichner und Kupferstecher« dieser Sammlung, wo er über 2.000 Kopien von antiken Gegenständen anfertigte.

Der Einfluss des Altwiener Malers wirkte bis in die Frühwerke von August von Pettenkofen und Eduard Ritter nach. F.s eigene Bildproduktion begann um 1823 mit Szenen aus dem bäuerlichen und kleinbürgerlichen Leben, die im Stil seiner Epoche oftmals leicht sentimental gefärbt, aber mit größter Feinheit gemalt waren.

Ab den 1830er Jahren wurde F. zum beliebtesten Kinderporträtmaler der Hocharistokratie.

Friedrich von Amerling, Ritter (1803-1887): Maler

A. schmückte und kolorierte zunächst Landkarten und Stiche mit Bildern, bevor er ab 1816 die Wiener Akademie besuchte.

Nach seiner Rückkehr von längeren Aufenthalten in London und Paris wurde A. der beliebteste Künstler- und Gesellschaftsporträtmaler der österreichischen Hocharistokratie und des Wiener Bürgertums. Über 1.000 seiner Portraits sind bekannt geworden.

Professor Hans Makart (1840-1884): Maler

M. war 1860-1865 Schüler von Karl von Piloty in München, gemeinsam mit Franz Lenbach.

1869 berief ihn Kaiser Franz Joseph nach Wien, in der Hoffnung, die Wiener Monumentalmalerei werde neu belebt, auch im Hinblick auf die Ausgestaltung der Ringstrasse.

M.s großformatigen Werke in seiner frühen Wiener Schaffenszeit erfüllten diese Hoffnung; bald machte er sich auch als Maler repräsentativer Portraits einen Namen.

1879 erhielt er eine Professur für Historienmalerei an der Wiener Akademie der Bildenden Künste. Im selben Jahr gestaltete er auch den großen Festzug anlässlich der Silbernen Hochzeit des Kaiserpaares in Wien, womit seine Popularität ihren Höhepunkt erreichte.